ZU TODE VERGEWALTIGT

„Der Pfleger ging sprichwörtlich über Leichen.“ sagte der Richter des Berliner Landgerichts zu der Tragöde, die der 92-jährigen Berlinerin aus Charlottenburg widerfahren ist. Ihr Mörder ist ihr Pfleger Mariusz T. (41) gewesen. Der gebürtige Pole vergewaltigte die Rentnerin Monika S. am 12. Juli letzten Jahres. Ein Mord zur Befriedigung des Sexualtriebes. Er stellt das nicht in Abrede. Bestreitet allerdings, sich daran erinnern zukönnen.

Im Juni 2021 fuhr der Täter einige Tage nach Polen, um familiäre Probleme zu klären. In seiner Abwesenheit stürzte die Rentnerin und erlitt dadurch an einem Oberschenkelhalsbruch. Als sie am 12. Juli aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war ihr Pfleger wieder da. Mittags ging der Sohn von Monika S. für sie einkaufen. Als er um 16.40 Uhr wieder zurückkam, überraschte er den Pfleger nackt auf seiner Mutter. Als sieben Minuten später die Polizei da war, lag der Pfleger angezogen im Bett mit der Decke über den Kopf. Durch die Vergewaltigung wurden der Rentnerin ihre Rippen sowie die Wirbelsäule gebrochen. Der Notarzt konnte leider nichts mehr tun.

Der Pfleger hatte 3,4 Promille Alkohol im Blut, auch THC. Deshalb lautet das Urteil nicht lebenslängliche Haft, sondern nur zwölf Jahre (verminderte Steuerungsfähigkeit wegen Alkoholisierung).

Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger hatte für den 41-Jährigen, der sich auf fehlende Erinnerungen berufen hatte, einen Schuldspruch wegen Vollrausches beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 


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