TESTZENTREN BETRÜGER

Mindestens 642 Verfahren wurden bundesweit wegen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren eingeleitet. Für mehr als die Hälfte der Fälle ist alleine Berlin verantwortlich. Die Berliner Landesregierung rechnet mit weiteren 24 Millionen Euro Schaden durch Betrug.


In fünf Verfahren in Bochum, Offenburg, Freiburg und Mannheim beträgt der mutmaßliche Schaden 49,5 Millionen Euro. Wie hoch der Gesamtschaden sein wird hängt von den aktuellen Ermittlungen der Behörden ab.

11,50 Euro pro durchgeführtem Schnelltest rechnen die Teststationen beim Bund ab. Für die Kontrolle sind dabei die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) der Länder zuständig. Die Abrechnungen werden bei der Kontrolle stichprobenartig überprüft. In welchem Umfang die Prüfung stattfindet entscheidet jedes Bundesland für sich selbst. Diese Regelung gilt erst seit Juli 2021, nach dem Journalisten vermehrt über Betrugsfälle berichteten.

 

Ein bundesweit einheitliches Verfahren in den deutschen Teststationen gibt es nicht. Für die Prüfung von Testdurchführung und Hygiene sind die Gesundheitsämter zuständig. In einigen Bundesländern kontrollieren zusätzlich das Landesamt für soziale Dienste, der Arbeitsschutz, Gewerbeaufsichtsämter und der Zoll.

 


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